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Eigene Gleise für die S6 nehmen zunehmend Gestalt an

Die S6 erhält zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel eigene Gleise. Ab Ende 2023 soll sie darauf zuverlässiger, pünktlicher und in einem gleichmäßigen Takt rollen. Auch der Regional- und Fernverkehr profitiert von der zusätzlichen Kapazität auf der Strecke. Die Arbeiten für das Großprojekt haben 2017 begonnen und laufen weiter nach Plan. Im Sommer führt die Deutsche Bahn (DB) während einer großen Sperrpause kompakt und konzentriert eine Vielzahl von Arbeiten durch. Unter anderem stellt sie zwischen Frankfurter Berg und Bad Vilbel den Bahndamm fertig, baut notwendigen Stützwände an der Nidda im Bereich der Brücke an der Bundestraße B3 sowie an der Bad Vilbeler Kläranlage und montiert auf einer Länge von zweimal rund acht Kilometern die beiden neuen Fernbahngleise. Außerdem stehen Oberleitungsarbeiten, der Rück- und Neubau von Weichen sowie der Bau von Schallschutzwänden auf dem Programm. In Bad Vilbel baut die DB die Niddabrücke neu und errichtet dafür eine Arbeitsbühne über dem Flussbett. Das Wasser fließt während der Bauarbeiten durch eigens verlegte Rohre.

Hierfür ist auch in diesem Sommer wieder eine komplette Sperrung der Gleise nötig: Vom 9. Juli bis zum 5. September können keine Züge zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel fahren. Für die Fahrgäste der S-Bahn bedeutet das Ersatzverkehr mit Bussen. Der Regionalverkehr nach Mittelhessen wird über Hanau umgeleitet. Das Stockheimer Lieschen, die RB 34, fährt nur zwischen Stockheim und Bad Vilbel. Der Abschnitt zwischen Bad Vilbel und Frankfurt entfällt. Diese Änderungen beginnen bereits am 15. Mai. In den vier Wochen vom 13. Juni bis zum 9. Juli folgen weitere Einschränkungen, da der S6 und den Regionalzügen nach Mittelhessen für beide Fahrtrichtungen nur ein Gleis zur Verfügung steht.

Die Projektpartner – das Land Hessen, der RMV sowie die beteiligten Kommunen Frankfurt am Main und Bad Vilbel haben sich bei einem Baustellen-Termin vor Ort ein Bild vom aktuellen Baufortschritt gemacht.

Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Hessen: „Das Projekt „Eigene Gleise für die S6“ ist ein wichtiges und großes Vorhaben, das die Situation im öffentlichen Personennahverkehr zwischen Frankfurt und Bad Vilbel deutlich verbessern und attraktiver machen wird mit positiven Auswirkungen aber auch für die Nahverkehre bis hin nach Gießen, Marburg und Kassel, Wetzlar und Dillenburg sowie auf der Niddertalbahn. Die Bauarbeiten finden in der Regel - wie wir sagen - „unter dem rollenden Rad“ statt, das heißt, während weiterhin jeden Tag 300 Züge auf der Strecke unterwegs sind. Ganz ohne Sperrungen lässt sich so ein Projekt aber nicht abwickeln. Wir wissen, dass wir unseren Fahrgästen mit der Sperrung viel zumuten und bitten schon heute um Verständnis und etwas Geduld.“

Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen: „Der Ausbau der S6 ist nach der erfolgten Anbindung von Gateway Gardens und dem ebenfalls abgeschlossenen zweigleisigen Ausbau des Homburger Damms eine weitere Baustelle, an der die gemeinsame Arbeit von Bund, Land, RMV, Stadt Frankfurt und Deutscher Bahn an der Verkehrswende in Hessen konkret wird. Schritt für Schritt kommen wir mit unserem Schienenausbau-Paket Frankfurt RheinMainplus voran. Die neuen S-Bahn-Gleise ermöglichen nicht nur, dass die S6 zunächst bis Bad Vilbel und später auch bis Friedberg schneller, öfter und im exakten Takt fahren kann. Sie setzen auch Kapazitäten auf der bestehenden Strecke frei, die für die Ausweitung und qualitative Verbesserung des Regionalverkehrs genutzt werden können. Das alles verbessert die Anbindung nach Frankfurt und macht den Umstieg in den umwelt- und klimafreundlichen Nahverkehr von Frankfurt bis in die Wetterau attraktiv – zusätzlich zu der Elektrifizierung und dem Ausbau der Niddertalbahn oder der Reaktivierung der Horlofftalbahn. Klar ist: Der Ausbau der Schiene gelingt nicht ohne Sperrungen. Doch sie sind zeitlich begrenzt und sorgen anschließend für eine deutliche Verbesserung.“

Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes: „Nach dem Ausbau der S6 profitieren unsere Fahrgäste von barrierefreien Stationen, einem von anderen Zügen unabhängigen und damit verlässlicheren Betrieb sowie mit der zusätzlichen S-Bahnstation Ginnheim von einer neuen Verknüpfung zur Frankfurter U-Bahn. Zudem können wir zukünftig auf den neuen Gleisen mehr Regionalzüge nach Mittelhessen anbieten. Bis es soweit ist, kommen leider während des Ausbaus zeitweise große Einschränkungen auf unsere Fahrgäste zu. Für diese Wachstumsschmerzen bitte ich im Namen aller Beteiligten um Entschuldigung.“

Dr. Thomas Stöhr, Bürgermeister der Stadt Bad Vilbel: „Der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke ist für Bad Vilbel eine wichtige Infrastrukturmaßnahme und wird die Verbindung in die Region stärken. Wir freuen uns sehr, dass die S-Bahnen und Regionalzüge schon bald noch zuverlässiger fahren werden und somit diese wichtige Verbindungsstrecke weiter aufgewertet wird. Als Teil der pulsierenden Rhein-Main Metropolregion wissen wir um die Wichtigkeit zuverlässiger Öffentlicher Verkehrsmittel und sind uns sicher, dass ab Ende 2023 die Nutzung der S-Bahn und der Regionalzüge weiter zunehmen wird. Wir verhehlen aber auch nicht, dass die Baumaßnahme auch mit Einschränkungen und Erschwernissen für die Bevölkerung verbunden ist und insgesamt viel Rücksicht erfordert.“

Projekt in Zahlen (erste Baustufe zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel):

  • 13 Kilometer neue Gleise
  • 8 neue Eisenbahn-, Straßen-, Geh- und Radwegüberführungen
  • 19 Kilometer Schallschutzwände
  • 1 neuer Haltepunkt in Frankfurt Ginnheim

Nach dem Ausbau der Strecke zwischen Frankfurt (West) und Bad Vilbel (1. Baustufe) folgt der viergleisige Ausbau des 17 Kilometer langen Streckenabschnitts zwischen Bad Vilbel und Friedberg (2. Bauabschnitt). Hierfür läuft gerade das Genehmigungsverfahren.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.frmpus.de.

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