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Main-Weser-Bahn wird zwischen Frankfurt und Bad Vilbel viergleisig ausgebaut

Spatenstich für die 1. Baustufe • Ausbau der S-Bahn-Strecke zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel • Inbetriebnahme für 2022 geplant

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Baumaßnahmen für die 1. Baustufe (Frankfurt West–Bad Vilbel) des viergleisigen Ausbaus der Main-Weser-Bahn begonnen. Im Beisein von Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Hessen, haben heute der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Tarek Al-Wazir, der Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt, Klaus Oesterling, der Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold und Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), gemeinsam mit Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand Netzplanung und Großprojekte der DB Netz AG, den Startschuss für den Beginn der Hauptbaumaßnahmen zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel gegeben.

DB Netzvorstand Dirk Rompf wies auf die besondere Bedeutung des Projektes hin: „Der Ausbau der S6 ist eines der zentralen Schieneninfrastrukturprojekte der Rhein-Main-Region und daher wichtiger Bestandteil des Programms Frankfurt RheinMainplus. Mit eigenen Gleisen für die S6 und einem 15-Minuten Takt reduzieren wir die Fahrzeit und schaffen gleichzeitig Kapazität für neue Nahverkehrsangebote aus Mittelhessen.“

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hob ebenfalls die Vorteile für die Pendler in der Region hervor: „Mit dem Bau eigener Gleise für die S6 geht heute ein weiteres Teilprojekt des dringend notwendigen Ausbaus der
Schieneninfrastruktur im Rhein-Main-Gebiet endlich in die Umsetzung. Das ist eine gute Nachricht für all die Berufspendler, die täglich im Raum Frankfurt unterwegs sind. Denn ohne ein leistungsfähiges S-Bahn-Netz werden wir auch die Verkehrsprobleme auf der Straße nicht lösen können. Das ist aber auch eine gute Nachricht für die Anwohner der Strecke, denn sie erhalten optimalen Schallschutz, so dass es nach dem Ausbau deutlich leiser wird. Das Land Hessen beteiligt sich mit über 134 Mio. Euro an den Gesamtkosten.“

Der Geschäftsführer des RMV Prof. Knut Ringat sagte: „Eigene S-Bahngleise zwischen Bad Vilbel und Frankfurt sind die Voraussetzung für einen einheitlichen 15-Minuten-Takt auf der S6, mehr Züge zwischen Mittelhessen und Frankfurt und eine höhere Pünktlichkeit. Ich bin froh, dass nach Jahren des Planens mit dem Spatenstich jetzt das dritte Großprojekt in die Realisierung geht und danke dem Land Hessen, dem Bund, dem Wetteraukreis und der Deutschen Bahn für ihre Unterstützung auf diesem Weg. Heute ist ein guter Tag nicht nur für die Fahrgäste der S6 und die Pendler aus Mittelhessen, sondern für die gesamte Region Frankfurt RheinMain.“

Der Wetterauer Landrat Joachim Arnold betonte, dass der heutige Spatenstich mehr als überfällig ist. „Aufgrund des seit Jahren spürbaren und auch künftig anhaltenden Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstums in der Metropolregion Frankfurt RheinMain werden zusätzliche Verbindungen im Regionalverkehr dringend benötigt. Es geht hier nicht nur um die Attraktivität der Main-Weser-Bahn, sondern auch um spürbare Attraktivitätssteigerungen in der Wetterau, auch auf den Zweigstrecken: der angebundenen Niddertalbahn aus Glauburg/Nidderau und der Horlofftalbahn aus Nidda/Wölfersheim.“

Viergleisiger Ausbau der S6

In den vergangenen Jahren hat das Angebot im Regionalverkehr zugenommen. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten sind deshalb so viele Züge unterwegs, dass die Strecke von Frankfurt nach Friedberg an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Daher erhält die S6 zukünftig zwei eigene Gleise. Für den Fahrgast bedeutet dieses:

  • höhere Pünktlichkeit
  • einheitlicher 15 Minutentakt
  • fünf Minuten Fahrzeitreduzierung
  • Modernisierung von 11 Stationen

und verbesserter Lärmschutz an der gesamten Strecke.

1. Baustufe: Frankfurt West—Bad Vilbel

Der Ausbau erfolgt in zwei Baustufen. Die 1. Baustufe verläuft von Frankfurt West nach Bad Vilbel und wird auf einer Länge von rund 13 Kilometern von zwei auf vier Gleise ausgebaut. Von Bad Vilbel bis Friedberg verläuft die 2. Baustufe, deren Ausbau voraussichtlich 2023 beginnt. In der 1. Baustufe werden die fünf Stationen Frankfurt-Eschersheim, Frankfurt-Frankfurter Berg, Frankfurt-Berkersheim, Bad Vilbel Süd und Bad Vilbel modernisiert und barrierefrei ausgebaut. In Frankfurt-Ginnheim entsteht ein neuer Haltepunkt.

Mit vorbereitenden Arbeiten wurde im Herbst dieses Jahres bereits begonnen und Bauweichen im Bereich Bad Vilbel eingebaut. Damit stehen während der Bauzeit grundsätzlich zwei Gleise für den Zugverkehr zur Verfügung. Die Tiefbauarbeiten starten im ersten Quartal 2018. Als bauausführende Firma ist Hochtief tätig. Zunächst werden die bestehenden Bauwerke und Bahndämme verbreitert. Danach erfolgt der Bau der neuen Gleise,Lärmschutzwände und die Modernisierung der Stationen. Die Inbetriebnahme für die 1. Baustufe ist für Ende 2022 geplant.

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